Be spontaneous

Sei doch mal spontan! – Sage ich oft zu mir selbst. Es ist ein Samstag Nachmittag, als ich mit meiner Freundin Fatima zusammen Konzerttickets einer Band buchen, die ich nicht kenne. In einem anderen Land. Und auf einmal ist es da, das Bauchkribbeln, das ich habe, wenn ich etwas spontan tue. Flüge buche. Reisen zusage. Ich liebe es, zu planen. Jedes Treffen mit meinen Freundinnen wird säuberlich in meinem Kalender vermerkt. Manchmal sogar schon zwei Wochen im voraus. Spontanität? Bleibt dabei meistens auf der Strecke.

Just be spontaneous, once! – I often tell myself. It’s a Saturday afternoon and my friend Fatima and I spontaneously book concert tickets to see a band that I don’t even know. In a different country. And all of a sudden, it’s there. The butterflies in my stomach, that appear when I do something spontaneously. Book flights. Say yes to a get-away. I love planning. Every date with my friends is saved in my calendar. Sometimes even two weeks ahead of time. I don’t like being spontaneously.

Gerade jetzt, wo das Wetter unangenehm wird, die Kälte erbarmungslos durch den Kragen meines Mantels pfeift und mein Handy mir für die nächsten Tage fast ausschließlich Nieselregen anzeigt, verkrieche ich mich am allerliebsten mit einer Tafel Schokolade, der Serie Suits oder einem Buch unter meiner Bettdecke. Unternehmungen mit meinen Freunden werden unter der Woche zur Ausnahme – vielleicht auch durch meine langen Arbeitszeiten, die mich morgens immer schon um sechs Uhr aus dem Schlaf klingeln lassen.

Especially now that the weather get’s more and more uncomfortable, the icy wind relentlessly beats through the sleeves of my coat, and my phone shows me a weather forecast of steady rain for the whole of next week, I prefer to just hide underneath my blanket, with a bar of chocolate, the series Suits or a good book. I don’t usually meet my friends during the week – which might also have something to do with my early start at work 4 days a week.

Und dabei sollten wir doch spontan sein, oder? Die Großstadt, in der ich lebe, genießen, bis zum umfallen. Die Nächte bei einer Flasche Wein in einer Bar verbringen und weil die Tube nicht mehr fährt, die halbe Stunde einfach nach Hause laufen. Ich bin mir nicht einmal sicher, wann ich das letzte Mal etwas spontan gemacht habe. Aber jetzt, da wir unsere Tickets gebucht haben und ich weiß, dass es schon im Februar für mich nach Kopenhagen geht, weiß ich, dass genau das in meinem Leben in der letzten Zeit gefehlt hat. Einmal tief durchatmen und aus der Reihe tanzen, bitte! Die spontane Einladung für After Work Drinks annehmen. Mit einem Fahrstuhl in den siebten Stock fahren. Auf einem Boot auf der Themse durch die Nacht tanzen. Auch mal spontan die Tränen zulassen. Und dieses Mal nicht rechts, sondern links abbiegen. Ohne vorher Pläne zu schmieden, sondern ganz spontan. Man weiß nie, was hinter der nächsten Ecke auf einen wartet.

But we should be spontaneously, right? We should enjoy this city, that we live in, to its fullest. Spend our nights in a bar with a bottle of wine and take a half-hour walk home because the Tube stopped running. I don’t even remember the last time I did something spontaneously. But now that we booked our tickets and I know that I’ll be going to Copenhagen in February, I know that exactly this has been missing in my life. So take a deep breath and step out of line, please! Accept the invitation for after work drinks. Take the lift up to the seventh floor. Dance through the night on a boat on the Thames. And don’t keep away the tears if they come all of a sudden. This time, turn left instead of right. Without making a plan before. You never know, what’s waiting for you around the next corner.

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