Allied – Vertraute Fremde – Ein Filmreview

Es ist lange her, dass ich Euch einen Filmtipp gegeben habe – heute ist es mal wieder so weit. Ich stelle Euch den neusten Film von Forrest Gump Regisseur Robert Zemeckis vor, der letzten Dezember in die Kinos kam und dessen Digital Release letzte Woche war.

Die Story

Der Film nimmt uns mit zurück in die frühen 40er Jahre, in die Zeit des zweiten Weltkriegs zwischen der marokkanischen Wüste mit den eleganten Cafés Casablancas und dem kühlen, vom Krieg erschütterten London. Zwei Geheimoffiziere der Alliierten werden in Casablanca stationiert. Der Kanadier Max Vatan (Brad Pitt) und die Französin Marianne Beauséjour (Marion Cotillard) geben vor, ein Ehepaar zu sein, während sie sich in die Gesellschaft einschleichen um den deutschen Botschafter in Marokko zu töten. Es kommt, wie es in einem Filmdrama kommen muss: Die beiden verlieben sich während der gemeinsamen Mission ineinander und nachdem sie beide den Auftrag überleben, beschließen sie, in London zu heiraten, wo Max weiterhin für den Geheimdienst arbeitet. Doch nach nur einem Jahr gerät das gemeinsame Glück ins Straucheln: Marianne wird verdächtigt, als Doppelagentin für die Deutschen zu arbeiten. Um dem Verdacht nachzugehen, wird ihr mit Max’s Hilfe eine Falle gestellt. Er platziert eine fingierte Botschaft für sie offen sichtbar im Haus um zu erfahren, ob sie Informationen an den Feind weiterleitet. Parallel versucht Max im Wettlauf gegen die Zeit selbst herauszufinden, ob die Verdächtigungen von Wahrheit sind und muss dabei schneller als der englische Geheimdienst sein, um seine geliebte Frau im Falle dessen zu retten.
Allied vertraute Fremde Filmreview

Der Fashion Style in Allied

Besonders beeindruckend fand ich die Umsetzung der Garderobe der Schauspieler: Wie wir es bereits aus den Filmen von Robert Zemeckis kennen, wurde auch in Allied viel Liebe zum Detail in die Kulissen, Requisiten und die Kleidung gesteckt. Die so realistische und zugleich glamouröse Garderobe der Filmfiguren nimmt den Zuschauer mit auf eine kleine Zeitreise. Die männliche Fraktion wird in dem Film entsprechend der 40er Jahre gekleidet. Neben den verschiedenen Uniformen erkennt man eine zweite klare Linie, die durch den dreiteiligen Anzug in Kombination mit einem passenden Hut gebildet wird. Farblich meißt konservativ gehalten in grau, schwarz, dunkelblau und braun.

Marianne selbst hingegen kommt aus der Modemetropole Paris, wodruch sie ihren klassisch eleganten Kleidungsstil in Casablanca, der stark an Old Hollywood erinnert, mit einer selbstverständlichen Authentizität trägt. In den 40er Jahren waren Stoffe streng rationiert und repräsentierten Luxus. Die Schnitte wurden gerader und taillierter. Sommerliche Kleider aus hochwertigem Stoff und stark akzentuieirtes Make Up bestimmen zu dieser Zeit Mariannes Stil. Ihre Mode untermalt ihre Figur als Agentin – ein Blick hinter die Fassade ist schwierig und sie kleidet sich so, wie sie von ihren Mitmenschen wahrgenommen werden will. Ihre Rolle ändert sich um etwa 90 Grad, als sie nach London geht, ihren letzten Einsatz beendet hat und Mutter wird. An das kühlere Klima angepasst trägt sie nun geschlossenere Sachen und viel Wolle, aber immernoch mit einem leicht französischen Akzent. Marianne repräsentiert in dem Film das Bildnis einer Vintage Fashion Queen.
Allied vertraute Fremde Mode

Mein Fazit zum Film

Neben den modischen Aspekten fand ich den Film, der eine Mischung aus Kriegsfilm, Spionagefilm und Romanze bildet, voller Spannung. Der gesamte Film ist geprägt von einer gewissen Ruhe, wodurch er nicht zum Actionfilm verkommt und nicht den Fokus auf das persönliche Drama verliert, zu dem es immer wieder kleine Hinweise gibt, die den Zuschauer fesseln.

In freundlicher Zusammenarbeit mit Paramount Pictures

Comments

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *


*